Im Friaul, am rechten Ufer des Isonzo, liegt das Weingut San-Lurins von Marco Pecorari. Die Geschichte des Familienbetriebs reicht bis ins Jahr 1874 zurück. In den 1970er-Jahren pflanzte Marcos Großvater einen großen Teil der heutigen Weinberge, während sein Vater den Betrieb Ende der 1990er-Jahre auf biologischen Weinbau umstellte.
2014 begann Marco, wieder eigene Weine abzufüllen. Sein Einstieg war zugleich ungewöhnlich: Mit gerade einmal 1.000 Flaschen Malvasia Istriana startete er seine eigene Interpretation traditioneller Flaschengärung. Die Trauben stammen größtenteils von über 50 Jahre alten Reben und werden von Hand gelesen. Die Hefe bleibt in der Flasche und prägt die weitere Entwicklung des Weins. Marcos Fokus lag von Anfang an auf Schaumweinen. So ergänzte er sein Sortiment um einen Ribolla-Gialla-Pét-Nat und nun auch um einen nach klassischer Methode erzeugten Schaumwein, der sechs Jahre auf der Feinhefe reift, bevor er degorgiert wird.
Überzeugt hat uns aber auch seine neueste Erweiterung: die Linie „Vin Sclet“ – friaulisch für „ehrliche Weine“. Die Weine sind klassisch, aber keineswegs konventionell: Vor allem lokale weiße Rebsorten werden ohne Schalenkontakt ausgebaut und im Stahltank vinifiziert. Das verleiht ihnen eine präzise, klare Ausrichtung und zeigt Marcos unmittelbaren und handwerklichen Zugang zum Wein. Sein einziger Rotwein aus Merlot und Cabernet Franc überrascht dagegen mit seiner Frische und Fruchtigkeit.
Wir kennen Marco und seine Weine seit mehreren Jahren und haben uns immer wieder getroffen und seine Weine verkostet. Umso schöner ist es, dass San-Lurins nun auch bei Indivinoum zu finden ist.